Videoüberwachung im Allerheiligenviertel beenden.

Sicherheit und Ordnung10. Dezember 2019

Den Abbau der probeweisen im Allerheiligenviertel aufgestellten Videoüberwachungskamera fordert der rechtspolitische Sprecher der FDP im Römer Uwe Schulz. Darin sehe er sich durch den Bericht des Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill im Rechtsausschuss bestätigt. Danach sei die Kriminalität im Viertel nicht zurückgegangen. Die Rauschgifthändler hätten sich auf die Kamera eingestellt und ihre Verkaufsaktivitäten in die Nebenstraßen und Hinterhöfe verlagert. Eine Verdrängung des Geschehens helfe aber nicht weiter. Bei den mit Hilfe der Videoüberwachung erfolgten Festnahmen handele es sich überwiegend um Kleindealer im Cannabisbereich an deren Verfolgung kein Staatsanwalt in Frankfurt ein Interesse habe. Demgegenüber verursache die Videoüberwachung erhebliche Kosten, wobei die Anlage große technische Ausfallzeiten aufgewiesen habe. Die angebliche positive Resonanz auf die Kamera bei den dortigen Anwohnern habe der Polizeipräsident nicht spezifizieren können. Schulz forderte das kostenträchtige und überflüssige Experiment zu beenden.