FDP fordert vollständige Entwicklung der Günthersburghöfe

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Die FDP-Fraktion im Römer fordert, die Entwicklung der Günthersburghöfe unverzüglich wieder aufzunehmen. Mit einem Antrag wollen die Liberalen das Bebauungsplanverfahren auf Grundlage der vorhandenen Planungen fortführen. Ziel ist ein dichtes, gemischt genutztes und durchgrüntes Quartier mit bis zu 1.500 Wohnungen und drei Grünzügen.

„Frankfurt braucht Neubau statt immer teurerer Programme zur Verwaltung des Wohnungsmangels“, erklärt Sebastian Papke, Fraktionsvorsitzender und planungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Römer. „Die von CDU, Grünen und SPD gerade beschlossene Erweiterung des Modernisierungsbonus und des Belegrechtsankaufs ist teuer, schafft aber nicht die dringend benötigten Neubauflächen. Der Erwerb eines Belegrechts schafft für sich genommen keine zusätzliche Wohnung. Wer den Wohnungsmarkt insgesamt entlasten will, darf sich nicht darauf beschränken, knappen Wohnraum anders zu verteilen. Was Frankfurt dringend braucht, sind zusätzliche Wohnungen. Dafür muss die Stadt endlich die Voraussetzungen schaffen.“

Die Günthersburghöfe stehen für die FDP beispielhaft für falsche Prioritäten. „Es passt nicht zusammen, hohe öffentliche Millionenbeträge für Modernisierungsförderung und Belegrechte einzusetzen und gleichzeitig ein großes innerstädtisches Wohnungsbaupotenzial jahrelang nicht zu nutzen“, so Papke. „Bestandsförderung ersetzt keine aktive Neubaupolitik.“

Vorrangiges Ziel der FDP bleibt die Entwicklung des gesamten Plangebiets. Sollte dennoch eine Teilflächenentwicklung beschlossen werden, müsse auf den verbleibenden Bauflächen eine hohe städtebauliche Dichte ermöglicht werden. „Weniger Baufläche und anschließend auch noch weniger Dichte wären das Gegenteil einer wirksamen Wohnungspolitik“, erklärt Papke. „Das gesamte Areal zu entwickeln bedeutet nicht, es vollständig zu bebauen. Es bedeutet, Wohnungen, Nahversorgung, soziale Infrastruktur und öffentlich zugängliche Grünräume gemeinsam zu planen.“

Mit ihrem Antrag fordert die FDP, vorhandene Planungen und belastbare Gutachten weiterzuverwenden, Kostenannahmen zu aktualisieren und kommunale Anforderungen auf ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis zu überprüfen. Innerhalb von drei Monaten soll der Magistrat über das Wohnungsbaupotenzial, bestehende Hindernisse und konkrete Meilensteine bis zur Umsetzung berichten.

„Wir brauchen keinen weiteren planerischen Neustart und keine neue Warteschleife“, so Papke abschließend. „Frankfurt muss endlich ermöglichen, dass an den Günthersburghöfen Wohnungen entstehen. Nicht den Mangel immer aufwendiger verwalten, sondern das Angebot vergrößern – das muss der Maßstab sein.“