Kaiserlei – endlich eine Entscheidung treffen

Sport27. Januar 2020

Durch die Meldung über die Restrukturierung der Lagardére- Gruppe gewinne die anhaltende Diskussion über den Standort Kaiserlei für die dort geplante Multifunktionshalle neue Brisanz. Die Hängepartie müsse aus der Sicht der Freien Demokraten endlich ein Ende finden. „Wir hatten bereits in einem Antrag den Magistrat aufgefordert, eine Deadline zur Umsetzung der Multifunktionshalle ‚am Kaiserlei‘ zu setzen. Das ist jetzt noch dringender geboten. Zwar scheint der Investor die Arena bauen zu wollen, jedoch ist noch immer unklar, wann und zu welchen Konditionen dieser Bau erfolgen soll“, so Michael Bross, sportpolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion.

Auch stehe noch immer der Vorstoß der kanadischen KATZ-Group im Raum, die am Flughafen eine Multifunktionshalle bauen wolle. „Die Stadt sollte sich überlegen, ob zwei Arenen in der geplanten Größenordnung in Frankfurt überhaupt sinnvoll sind“, so Bross. Unabhängig davon, drängen die Freien Demokraten zu einer raschen Entscheidung, damit vor allem die Sportvereine, die seit Jahren auf eine Multifunktionshalle in Frankfurt hoffen, auch endlich zukunftsorientiert planen können. „Neben der Idee einer Multifunktionshalle ‚am Kaiserlei‘ besteht mittlerweile auch die Hoffnung, dass die Europäische Schule dort angesiedelt werden könnte, sollte die Arena nicht dort umgesetzt werden“, so Bross und erklärt weiter: „Eine Forderung, die wir Freie Demokraten unterstützen. Wir sind sogar der Meinung, dass man sowohl die Multifunktionshalle als auch die Europäische Schule gemeinsam am Standort Kaiserlei als Hochhaus realisieren kann. Da wir nur noch über wenige Freiflächen in Frankfurt verfügen, aber der Bedarf für Wohnraum, Gewerbe und auch neue Schulen enorm ist, sind innovative Bau-Ideen gefragt“. Ob der geplante Fernbahntunnel, der eventuell am Kaiserlei an das vorhandene Schienennetz angeschlossen werden soll, die Pläne für die Multifunktionshalle und der Europäischen Schule am Standort Kaiserlei gänzlich in Frage stellt, gilt es aus Sicht der Freien Demokraten noch zu prüfen. „Dass Frankfurt einen Fernbahntunnel benötigt, steht an dieser Stelle völlig außer Frage. Ob die unterirdische Strecke unbedingt am Kaiserlei an das Schienennetz angeschlossen werden muss oder ob es hierzu keine andere Möglichkeit gibt, sollte vielleicht noch einmal geprüft werden, damit mögliche Zukunftsversionen am Kaiserlei endlich Realität werden können“, erklärt Bross.