Keine Reisebusparkplätze am Theodor-Stern-Kai

Planen und WohnenVerkehr18. April 2019

„Dass die parkenden Reisebusse am südlichen Mainufer nun verschwinden sollen, begrüßen wir Freie Demokraten sehr. Allerdings lehnen wir eine Verlagerung der Dauerparkplätze an den Theodor-Stern-Kai in Sachsenhausen ab. Bereits jetzt besteht an diesem Kai ein erhöhter Druck auf Parkplätze durch die Universitätsklinik, den ansässigen Arztpraxen, den dortigen Firmen sowie dem bestehenden Wohngebiet. Ein Wegfall der Parkplätze würde den Parkdruck vor Ort immens erhöhen und wäre unzumutbar“, kommentiert Elke Tafel-Stein, planungspolitische Sprecherin den Vorschlag des Verkehrsdezernenten, am Theodor-Stern-Kai westlich der Friedensbrücke mögliche Dauerparkplätze für die Reisebusse einzurichten.

Dem weiteren Standortvorschlag im Gutleutviertel stehen die Freien Demokraten im Römer hingegen positiv gegenüber. „Entlang der äußersten westlichen Gutleutstraße Parkplätze für die Reisebusse auszuweisen, könnte eine echte Alternative darstellen. Die Busse würden vom Mainufer gänzlich verschwinden und nicht weiter den Blick auf die Frankfurter Skyline versperren – so wie es aktuell der Fall ist und im Falle einer Verlagerung der Parkplätze am Theodor-Stern-Kai sein würde. Hinzukommt, dass der Standort an der Gutleutstraße, auch den Wünschen des zuständigen Ortsbeirats entgegenkommen würde. Dieser hatte bereits mehrfach in der Vergangenheit darauf aufmerksam gemacht, dass die Busse im Bereich westlich vom Sommerhoffpark und der Wurzelsiedlung ein zunehmendes Problem sind und die Anwohnerinnen und Anwohner sich über die Situation vor Ort beschweren. Entlang der äußersten westlichen Gutleutstraße hätten die Reisebusse Platz bis an die Autobahnauffahrt“, so Tafel-Stein und erklärt weiter: „Der Standort im Ostend könnte ebenfalls als möglicher Dauerparkplatz fungieren.  Auch die Einführung einer Parkgebühr für Reisebusse halten wir Liberale für richtig. Wichtig ist jedoch, dass die Stadt Frankfurt die Parkplätze auch kontrolliert. Vor allem eine kontinuierliche Überwachung des eingeschränkten Halteverbots direkt vor dem Paulsplatz ist in diesem Zusammenhang dringend nötig, damit parkende Reisebusse zum Einhalten des eingeschränkten Halteverbots gezwungen werden und sich die Verkehrssituation an der Berliner Straße deutlich verbessert“.