Sanierung Paulskirche – höchste Eile geboten

KulturPlanen und Wohnen18. Dezember 2019

Dass die Feier zu Ehren der Frankfurter Paulskirche im Jahre 2023 vermutlich auf einer Baustelle stattfinden soll, finden die Freien Demokraten im Römer geradezu skandalös. „Für uns Freie Demokraten ist dieses Hin und Her um die Paulskirche kaum noch ertragbar. Insbesondere die Aussage, dass man im Zweifel das 175-jährige Bestehen der Frankfurter Paulskirche 2023 auf einer Baustelle feiert, ist absolut inakzeptabel und wird dem feierlichen Anlass nicht ansatzweise gerecht“, betont Elke Tafel-Stein, planungspolitische Sprecherin der FDP-Römerfraktion.

Die erst vor kurzem eingerichtete Stabsstelle zur Sanierung der Paulskirche soll erst im ersten Quartal 2020 fundierte Fakten zu den konkreten Sanierungsmaßnahmen vorliegen haben. „Man sollte eigentlich meinen, dass das 175-jährige Bestehen unserer Frankfurter Paulskirche kein Ereignis ist, welches völlig unerwartet im Kalender unserer Stadtregierung auftaucht. Auch die Diskussion über die Sanierung der Paulskirche ist bereits über Jahre hinweg geführt worden und man ist sich im Klaren, dass diese erfolgen muss. Warum trotz alledem noch immer kein einziger Bauzaun am Paulsplatz zu sehen ist und eine Stabsstelle erst vor kurzem errichtet wurde, die sich um die Sanierung kümmert, ist einfach nicht nachvollziehbar. Frankfurts Paulskirche ist der Beginn und die Wiege unserer Demokratie, deren Jubiläum wir gemeinsam 2023 im angemessenen Rahmen feiern sollten, um damit auch eine deutliche Botschaft zu setzen.“, kommentiert Stefan von Wangenheim, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion. Die weitere Diskussion über ein Demokratiezentrum unmittelbar an der Paulskirche, sei aus Sicht der Liberalen richtig. Ob dieses jedoch direkt auf dem Paulsplatz erfolgen soll, sei noch zu klären. „Wir haben bereits in einem Antrag den Magistrat aufgefordert, zu prüfen, ob das angedachte Demokratiezentrum nicht auch hinter die Paulskirche, direkt an den Grünstreifen zur Berliner Straße hin, errichtet werden kann. Gerade vor dem Hintergrund, dass immer wieder verschiedene Veranstaltungen auf dem Paulsplatz stattfinden, wäre der Standort an der Berliner Straße sicherlich besser“, so Tafel-Stein und erklärt weiter: „Unabhängig davon, wo das Demokratiezentrum am Ende des Tages stehen wird, sollte aktuell das höchste Ziel der Stadt Frankfurt sein, die Sanierungsmaßnahmen der Paulskirche bis zur Jubiläumsfeier abzuschließen, damit die Frankfurter Stadtgesellschaft gemeinsam mit allem Demokratiebegeisterten das Bestehen unserer Paulskirche angemessen feiern kann“.