Schönhofviertel: FDP im Römer fordert direkte und barrierefreie Verbindung zum Westbahnhof bis 2028
Die FDP-Fraktion im Römer hat einen Antrag eingebracht, der den Magistrat auffordert, eine direkte, sichere und barrierefreie Fuß- und Radwegeverbindung zwischen dem Schönhofviertel und dem Westbahnhof bis Ende 2028 umzusetzen.
Seit Monaten setzt sich eine Bürgerinitiative für eine bessere Anbindung des Quartiers ein. Mehrfach ist sie im Ortsbeirat 7 vorstellig geworden, um für ihr Anliegen Unterstützung zu gewinnen, da sie an den starren Positionen des Magistrats und der Deutschen Bahn bislang gescheitert ist. Am Montag nutzte die Initiative schließlich die Sitzung des Mobilitätsausschusses, um ihr Anliegen direkt im Römer vorzutragen und mit dem zuständigen Dezernenten ins Gespräch zu kommen.
„Wir unterstützen die Bürgerinitiative in ihrem Vorhaben und danken den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die gekommen sind, um ihr Anliegen erneut zu erklären“, sagt Sebastian Papke, Fraktionsvorsitzender und planungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.
Auch der Ortsbeirat 7 fordert seit Jahren eine direkte Anbindung an den Westbahnhof und hat das Thema immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt, zuletzt mit zwei Vorlagen. Der Magistrat hat sich diese Forderung bislang jedoch nicht erkennbar zu eigen gemacht und drängt gegenüber der Deutschen Bahn nicht mit Nachdruck auf eine Lösung. In einer Stellungnahme aus dem August schließt er lediglich eine Überführung aus. Eine Unterführung hat er nicht einmal geprüft. Stattdessen verweist er auf eine mögliche S-Bahn-Haltestelle Ludwig-Landmann-Straße. „Diese Station käme frühestens in zehn bis fünfzehn Jahren und würde allenfalls den westlichen, noch unbebauten Teil des Quartiers anbinden. Den heutigen Bewohnern hilft das nicht“, kritisiert Papke. „Der Ortsbeirat kämpft beharrlich für diese Verbindung. Vom Magistrat hätten wir erwartet, dass er sich genauso entschlossen hinter die Menschen im Schönhofviertel stellt.“
Konkret soll der Magistrat die Gespräche mit der DB InfraGO intensivieren, um eine barrierefreie Gleisunterführung im Bereich der Brigitte-Frauendorf-Straße und der Verlängerungen von Solmsstraße und Galvanistraße zu prüfen. Ebenso soll eine direkte Verbindung am umzugestaltenden Zugang des Westbahnhofs an der Solmsstraße umgesetzt werden. Sollte sich eine Überführung doch als sinnvoll erweisen, lässt der Antrag auch diesen Weg ausdrücklich offen.
„Der Westbahnhof wird bis Ende 2028 ohnehin barrierefrei umgebaut. Wenn wir dieses Zeitfenster verpassen, wird eine spätere Nachrüstung deutlich teurer und komplizierter“, so Papke. „Mit unserem Antrag wollen wir den Magistrat verbindlich beauftragen, diese Chance zu nutzen. Jetzt ist der Römer am Zug.“
Damit die Verhandlungen mit der Bahn vorankommen, sieht der Antrag vor, dass die Stadt der DB InfraGO anbietet, sich an den Kosten einer Unter- oder Überführung zu beteiligen oder diese notfalls vollständig zu tragen. Eine Kostenschätzung soll innerhalb von drei Monaten vorgelegt werden.
