U5-Mehrkosten: FDP-Fraktion fordert echte Planungssicherheit statt nachträgliches Krisenmanagement
Mit den von der Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt (SBEV) avisierten Mehrkosten von rund 72 Millionen Euro für die U5-Verlängerung ins Europaviertel bestätigt sich aus Sicht der FDP-Fraktion im Römer ein bekanntes Muster: Frankfurter Großprojekte werden zu intransparent gesteuert und offensichtlich nicht belastbar kalkuliert.
„Dass solche Mehrkosten immer erst entdeckt werden, wenn sie längst eingetreten sind, zeigt: Wir reagieren auf Risiken, statt sie zu steuern“, sagt Nathaniel Ritter, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Römer. Die von der SBEV genannten Engpässe am Markt für Gleisbau und bahntechnische Anlagen seien seit Jahren bekannt, mehrere Vergabeverfahren blieben bereits seit 2023 ohne wirtschaftliches Angebot. Dass die Inbetriebnahme deshalb verschoben werden musste, hätte deutlich früher offen kommuniziert werden müssen.
Ritter fordert, Vergaben und Zeitpläne bei solchen Projekten von Beginn an realistisch zu kalkulieren und öffentlich nachvollziehbar zu machen, etwa über ein städtisches Online-Dashboard für Haushaltsdaten und Projektstände.
„Andere Großprojekte zeigen, dass es geht: Der für den Bau des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen angepasste Zeit- und Kostenrahmen wurde schließlich auch eingehalten. Diese Disziplin erwarten wir auch von städtischen Projekten wie der U5″, so Ritter abschließend.
