Walter-Kolb-Schule: Beim Frankfurter Schulbau reiht sich Verzögerung an Verzögerung.
Die Walter-Kolb-Schule wartet weiter auf ihren Umzug, und wieder erfahren Schulleitung und Eltern von der Verzögerung nicht von der Stadt, sondern aus der Presse, Parlamentsanfragen und Projektwebseiten.
„Beim Thema Schulbau und Schulsanierung kann man in Frankfurt nur noch verzweifeln. Die Walter-Kolb-Schule ist kein Einzelfall, sie steht für ein Muster aus ständig neuen Terminen und fehlender Verlässlichkeit. Es fehlt nicht am Geld, sondern an Organisation und politischem Willen. Für eine Stadt mit diesem Anspruch ist das ein Armutszeugnis“, erklärt Isabel Schnitzler, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.
Besonders drängend ist der Hitzeschutz. Der Schulelternbeirat verweist auf 35,2 Grad am 26. Juni und mehrere Schultage mit mindestens 30 Grad. Für Lehrkräfte sind bei dieser Raumtemperatur Schutzmaßnahmen vorgeschrieben, die Kinder sitzen in denselben Räumen. Eine Klimatisierung wurde der Schule bislang als nicht umsetzbar beschieden.
„Seit langer Zeit fordern wir, flächendeckend Klimaanlagen für alle Frankfurter Schulen mitzudenken, und jedes Mal lehnt die Koalition unsere Vorstöße ab. Das sind keine Zustände. Kindern im Hochsommer Unterricht bei über 30 Grad zuzumuten und Kühlung zu verweigern, setzt völlig falsche Prioritäten. An der Walter-Kolb-Schule müssen bis zum nächsten Sommer Klimaanlagen installiert sein“, so Schnitzler.
Die FDP-Fraktion teilt zudem die Forderungen der Eltern nach einem verbindlichen Zeitplan mit Meilensteinen, der Offenlegung der Gründe und einer festen Ansprechperson. Schulen sollten außerdem ein eigenes Reparaturbudget erhalten, um kleinere Schäden schnell selbst zu beheben.
„Kinder dürfen nicht die Leidtragenden von Verzögerungen in der Verwaltung sein. Wir erwarten, dass der Magistrat jetzt liefert.“
