Goepfert-Brunnen muss wieder fließen.

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Die FDP-Fraktion im Römer fordert, den Goepfert-Brunnen am Eschenheimer Tor instand zu setzen und dauerhaft wieder in Betrieb zu nehmen. Einen entsprechenden Antrag hat sie in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht.

Die kinetische Brunnenanlage von Hermann Goepfert prägt seit den Sechzigerjahren den Platz am Eschenheimer Turm. Seit 2005 führt sie kein Wasser mehr, nachdem bei Bauarbeiten am U-Bahnhof die Abwasserleitung beschädigt wurde. Der Magistrat hielt die Wiederinbetriebnahme schon 2017 für technisch möglich und sinnvoll, verwies bei geschätzten 700.000 Euro aber auf fehlende Haushaltsmittel. Ein 2019 angekündigter Arbeitskreis hat bis heute keine Ergebnisse vorgelegt.

Die FDP-Fraktion verlangt vom Magistrat eine aktuelle Bestandsaufnahme mit belastbarer Kostenschätzung, denn die Zahlen von damals sind überholt. Zugleich soll er angesichts der kritischen Haushaltslage prüfen, wie sich Unternehmen, Stiftungen und Sponsoren an Sanierung und Betrieb beteiligen können. Danach soll ein verbindlicher Zeitplan für die Instandsetzung des Brunnens vorgelegt werden.

Auch die Gesundheitsvorsorge spricht für schnelles Handeln. Im Sommer 2026 musste das Becken erneut provisorisch entwässert werden, weil sich Regenwasser gesammelt hatte. Die Asiatische Tigermücke ist in Frankfurt nach Angaben des Landes bereits etabliert und nutzt gern kleine, stehende Wasserflächen zur Vermehrung.

„Kunst im öffentlichen Raum verdient Pflege statt Provisorien. Ein Becken, in dem sich Regenwasser sammelt, ist nicht nur ein Schandfleck, sondern auch eine potenzielle Brutstätte für die Tigermücke. Das können wir uns kulturell wie gesundheitspolitisch nicht leisten. Dazu kommt, dass sich im Becken regelmäßig Nilgänse aufhalten und vorbeifahrende Autofahrer irritieren. An einem so stark befahrenen Verkehrsknoten ist das gefährlich,“ erklärt Ingrid Häußler, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

„Ein Brunnen, der seit zwei Jahrzehnten trocken liegt, ist ein Armutszeugnis für eine Stadt, die sich als internationale Metropole und Kulturstandort versteht. Wir brauchen keine weiteren Zwischenlösungen und Berichte, sondern eine realistische Kostenschätzung, private Partner und einen Zeitplan, an dem sich der Magistrat messen lassen muss“, ergänzt Nathaniel Ritter, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion abschließend.